TŸrkei: Der Gulet-Berater - geliebte Blaue Reise an der tŸrkischen KŸste

Liebeserklärung an das Revier

Eigentlich wollte ich in die Südsee. Aber dann kam doch alles ganz anders. Ich segelte von Amsterdam durch die Biskaya, landete bei La Coruna an der spanischen Küste, nahm den Portugiesischen Norder nach Gibraltar - und war im Mittelmeer. Das ist nun über 25 Jahre her und ich bin, bis auf einen kurzen Abstecher in die Karibik, nicht mehr vom Meer der Meere los gekommen.

Die Balearen gefielen mir gut, auch in Kroatien und auf Malta fand ich hübsche Plätze. Gefallen haben mir auch die Inseln im Ionischen Meer, besonders die Odysseus-Insel Ithaka und in den Sporaden in der nördlichen Ägäis fühlte ich mich wohl. Dort lernte ich vor allem die kleinen Buchten und Häfen lieben. Meine zweite Heimat aber fand ich an der türkischen Küste.

Traumrevier

Hier war es genau so wie ich es mir vorgestellt hatte: Einsame Golfe, die tief ins Land hinein schneiden, grüne Buchten mit gutem Schutz gegen alle Winde, Bäume, an denen man das Boot mit einer Leine festmachen kann. Kahle Küstenberge im Wechsel mit sanften grünen Pinienwäldern, Olivenhainen und kleinen Fischer- und Bauerndörfer dazwischen. Einige größere Bazarorte mit Wochenmärkten, sauberen Supermärkten und ganz viel Orient. Über allem schwebt der Singsang der Muezzine und das Gezirpe der Zikaden. An der langen Küste von Troja bis nach Side fand ich antike Ruinen, großartige Theater und Tempel aus weißem Marmor. Und überall begegnete ich freundlichen Menschen, die mich lehrten wie man mit einem Stück Brot, einer Tomate und einem Glas Wasser zufrieden sein kann.

Das Schönste an dieser Küste aber ist für mich das Meer!

Wenn der Bug meines Bootes mit schäumender Welle durch das tiefblaue Wasser der Ägäis schnitt, war ich glücklich. Über mir das weite Zelt des blauen Himmels, manchmal mit weißen Segelwolken ausstaffiert, die meiste Zeit aber nur von ägäischem Blau überspannt. Unter mir die rauschende See in der oft eine Gruppe von Delphinen neugierig und pfeifend unsere Reise ein Stück begleitet. Manchmal trafen wir auch große Wasserschildkröten, die träge an der Oberfläche trieben - niemals aber Quallen oder Haie.

Das türkische Meer der West- und Südküste ist kristallklar. Nirgendwo gibt es Industrie, die ihre Abwässer in die Flüsse oder direkt ins Meer leitet. Die Strömung läuft von Süd nach Nord gegen den Uhrzeiger. Und da im Süden nichts ist, was Schmutz machen könnte, ist das Meer wunderbar sauber. Nirgendwo im Mittelmeer wird so darauf geachtet, dass sich dieser Zustand auch nicht verändert - z.B. müssen alle Yachten und Schiffe, die an der Küste kreuzen, mit Schmutzwasser- und Toilettentanks ausgerüstet sein, um das Überdüngen der Golfe und Buchten zu vermeiden.

Von Sinop am Schwarzen Meer bis Mersin an der Südostküste ist die türkische Küste mit allen Einbuchtungen etwa 8.000 km lang. Für die Blaue Reise wird von dieser großartigen Meerlandschaft vor allem der Abschnitt zwischen Kusadasi und Antalya bevorzugt. Bodrum ist das Zentrum der Gulets und der Mittelpunkt der Blauen Reise. Marmaris, Göcek, Fethiye und Kemer/Antalya sind ebenfalls beliebte Ausgangshäfen. Die Flughäfen Bodrum-Milas und Dalaman sind jeweils nur eine halbe Stunde vom Hafen Bodrum bzw. Göcek entfernt.


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